VfL Wolfsburg: VW-Chef Müller stellt Investitionen in Frage, Allofs erwartet keine Sparmaßnahmen

Der Abgas-Skandal beim deutschen Automobilhersteller Volkswagen droht nun direkten Einfluss auf den VfL Wolfsburg zu nehmen. Der neue VW-Chef Matthias Müller hat nun angekündigt sämtliche Investitionen bei VW auf den Prüfstand zu stellen, auch jene bei den Wölfen. VfL-Manager Klaus Allofs bleibt indes gelassen und rechnet mit keinen Sparmaßnahmen im Fußball-Bereich.

Es war nur eine Frage der Zeit bis der aktuelle Abgas-Skandal beim Automobilkonzern Volkswagen auch den VfL Wolfsburg erreicht. VW-Chef Matthias Müller hat sich gestern in der FAZ über die potenziellen Konsequenzen der Affäre geäußert und dabei angekündigt, dass sämtliche Investitionen bei VW auf dem Prüfstand stehen: „Wir drehen jeden Stein um und werden uns auch das ansehen. Was nicht zwingend nötig ist, wird gestrichen oder geschoben“. Auch wenn Müller nicht explizit den VfL Wolfsburg angesprochen hat, wird sich die hundertprozentige Konzerntochter einer entsprechenden Prüfung nur schwer entziehen können.

VW unterstützt den VfL jährlich mit einer hohen zweistelligen Summe, erst durch dass finanzielle Engagement von Volkswagen konnten sich Wölfe in der Vergangenheit die Verpflichtung von Spitzenspielern wie Kevin De Bryune oder Andre Schürrle leisten. VfL-Manager Klaus Allofs bleibt indes gelassen und glaubt nicht, dass der Verein zukünftig entsprechende Sparmaßnahmen umsetzen muss: „Es gibt da brennendere Themen. Da geht es um andere finanzielle Größenordnungen. Sollte es Veränderungen geben, bin ich fest davon überzeugt, dass ich einer der ersten bin, der davon erfährt“. Dennoch betonte Allofs, dass auch der VfL seinen Beitrag, in welcher Form auch immer, leisten wird: „Es ist natürlich klar, dass wir im Kontext dessen, was sich dort entwickeln muss, auch unsere Rolle spielen müssen. Aber es gibt da keine neue Marschrichtung oder Ansage“.

Neben dem VfL Wolfsburg ist VW über seine Tochter Audi auch an den Bundesligisten FC Ingolstadt 04 und dem FC Bayern München beteiligt. Zudem ist Volkswagen der Hauptsponsor der DFB-Pokals. Es wird spannend zu sehen ob das Engagement von VW im Fußball-Bereich in irgendeiner Form vom aktuellen Abgas-Skandal beeinflusst wird und wenn ja in welcher Form und vor allem Höhe.