FC Bayern: Rummenigge bleibt gelassen in Sachen Guardiola, Beckenbauer macht Druck

Der FC Bayern München ist (mal wieder) das Maß aller Dinge in der Fußball Bundesliga. Nach acht Siegen in Folge und dem 5:1-Kantersieg gegen Borussia Dortmund sind die Münchner auf Titelkurs und können als erster Verein in der Geschichte der Bundesliga vier Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Einzig und allein die ungewisse Zukunft in Sachen Pep Guardiola sorgt bei dem einen oder anderen für Bauchgrummeln. Während Bayern-Legende Franz Beckenbauer eine zeitnahe Entscheidung fordert, zeigt sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gelassen.

Verlängert er seinen auslaufenden Vertrag oder verlässt er die Bayern am Ende der Saison? Auch wenn es (sportlich betrachtet) derzeit kaum besser laufen könnte für die Münchner gibt es dennoch einen Punkt der zahlreichen Fans sorgen bereitet und dieser heißt ausgerechnet Pep Guardiola. Der 44-jährige Erfolgstrainer hat nur noch einen laufenden Vertrag bis zum Sommer 2016 beim FC Bayern, wie es danach weitergeht ist derzeit noch vollkommen offen. Fragen über seine Zukunft weicht der Spanier beharrlich aus und betont immer wieder, dass er im hier und jetzt lebe.

Auch FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich nach dem 5:1-Heimerfolg gegen den BVB gelassen in Sachen Guardiola: „Ich habe immer gesagt, dass wir uns in der zweiten Jahreshälfte 2015 zusammensetzen. Es sind noch einige Monate“. Zudem betonte Rummenigge, dass viel für einen Verbleib bei den Bayern sprechen würde: „Es steht viel pro Bayern München auf dem Tisch – und so ein Spiel wird den Trainer sicher auch glücklich machen“. Neben Rummenigge betonte auch Sportvorstand Matthias Sammer, „dass alles entspannt ist. Es ist Anfang Oktober.“ Mehr gebe es dazu „nicht zu sagen“.

Während Rummenigge und Sammer keinen Druck in Sachen Guardiola-Vertragsverlängerung verspüren, sieht die Bayern-Legende Franz Beckenbauer ein wenig anders. Dieser sprach sich nun für eine zeitnahe Entscheidung aus: „Er wird den FC Bayern nicht hinhängen und sich dann irgendwann im April oder Mai entscheiden. Dann ist es zu spät“. Sollte Guardiola mit dem Gedanken spielen die Bayern nach drei Jahren zu verlassen, müsse dieser frühzeitig das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen so Beckenbauer: „Bayern muss ja dann auch umschauen, je nach dem wie die Antwort ausfällt. Diese Möglichkeit muss man den Bayern der Fairness halber geben“.